post

Konzert: Golden Boots

Datum: 23.04.2019

Ort: POLKA Bar

Konzert

Konzert: Golden Boots

Golden BooTs (Tucson, AZ, USA)

Die tropischen Cowboys Golden Boots kreieren weiterhin ihre einzigartige und vielfältige Musik, die aus den staubigen Tiefen und den Strip Malls des amerikanischen Südwestens destilliert wird. Teils Rock, teils Country, teils Absurdität und alles Seltsame, die heruntergekommene Hydra Golden BooTs verwandelt sich wieder in ihre neueste Inkarnation, das "Tropical Trio".


Der Online-Ticketverkauf zu dieser Veranstaltung ist geschlossen.


Die Gründungsmitglieder Dimitri Manos und Ryen Eggleston haben sich mit langjährigen Mitarbeitern und der potenziellen Gruppenhalluzinatoren Tidypaws, zusammengeschlossen, um eines der einzigartigsten Arrangements der Gruppe in ihrer über 15-jährigen Geschichte zu bilden. Bewaffnet nur mit einer E-Gitarre, Omnichord, Saxophon und ihrem Verstand, machen sich Boots auf den Weg, um (noch mehr) Wierdness in die Welt zu bringen.

Der Online-Ticketverkauf zu dieser Veranstaltung ist geschlossen.

post

Konzert & Lesung: Der Singende Tresen & Erich Mühsam

Datum: 06.04.2019

Uhrzeit: 20:00 Uhr - 23.30 Uhr

Ort: POLKA Bar

Konzert

Konzert & Lesung: Der Singende Tresen & Erich Mühsam

"Das seid ihr Hunde wert!" - Lesung und Konzert

Weitere Infos / Tickets  beim Büro Himmelgrün

Als die Berliner Band zum ersten Mal eine Bühne betrat, dämmerte es bereits. Erschöpft – sie hatten ein Fest zu Ehren des anarchistischen Dichters Erich Mühsam mitorganisiert – schmetterten sie ihre Lieder und hatten noch gar keinen Bandnamen, aber den ersten Auftritt hinter sich gebracht. Wenige Monate später verlieh ihnen ihr Berliner Kneipenpublikum den seltsamen Namen Der Singende Tresen.

So wie dieser Name blieb auch die Verbundenheit mit dem Dichter und Revolutionär Erich Mühsam bestehen, dem die Band um Poetin und Sängerin Manja Präkels schon auf ihrem ersten Album „Sperrstundenmusik“ (2005) mit „Dies ist der Erde Nacht“ eine Vertonung widmete. Mühsams Tagebücher im Gepäck durchquerten sie fortan tourend das ganze Land, folgten anderen Geistern, veröffentlichten Bücher und weitere CDs, gingen auseinander, fanden sich neu. Das Studioalbum „Ernste Musik“ (2012) enthielt abermals einen Mühsam, nämlich die Vertonung seiner zeitlosen Forderung „Gebt mir Schnaps!“, welche der Wiener Kritiker Harald Justin wie folgt kommentierte: „(…) erstens, führt blöderweise selbst das gesundest geführte Leben zum Tod und, zweitens, geht es um so etwas wie Kunst! Nicht um die des Trinkens, sondern um die des Gesangs! Man höre, wie unvergleichlich Manja Präkels singt! (… ) so, wie sie singt, könnte sie das Telefonbuch heruntersingen und damit gegen alle guten Sitten verstoßen!“

Im Mühsam-Jahr 2014 (die Ermordung des Widerständigen durch die Nationalsozialisten jährte sich zum 80. mal) widmete Der Singende Tresen dem Dichter gleich ein ganzes Album. MÜHSAMBLUES enthält dreizehn neu vertonte Texte, darunter auch bislang unveröffentlichte Schätze aus dem Nachlass dieses umtriebigen Protagonisten eines Deutschlands zwischen zwei Weltkriegen, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung stets mit dem Humor eines Überlebenskünstlers ausgerüstet war.

MÜHSAMBLUES ist eine Platte zum Lachen, Weinen und Weitermachen. Der übliche Tresen-Stilmix aus Jazz, Chanson und Punk wird diesmal durch roughe E-Gitarrensoli auf den Blues-Hund gebracht. Spielfreude und Witz treiben das Ganze genauso an, wie die vorzüglich gemeinen Texte Erich Mühsams.

Und wie es sich gehört, haben die literaturaffinen Tresen-Bandenmitglieder Manja Präkels und Markus Liske noch ein ganzes Mühsam-Lesebuch zusammen gestellt. „Das seid ihr Hunde wert!“ erschien 2014 im Berliner Verbrecher Verlag und enthält neben diversen Mühsam-Klassikern auch rare sowie bislang unveröffentlichte Texte und wurde deutschlandweit mit höchstem Lob besprochen.

Live präsentiert DER SINGENDE TRESEN Platte und Buch gemeinsam – in einer Mischform aus Lesung und Konzert.

Besetzung:

Manja Präkels – Texte, Stimme, Ukulele, Analogsynth
Thorsten Müller – Klarinetten, Akkordeon, Orgel, Stimme
Benjamin Hiesinger – Kontrabaß
Florian Segelke – Gitarren
Johannes Metzger – Schlagwerk
Lesend und brummend: Markus Liske

post

BAR

Datum: 07.03.2019

Uhrzeit: 20:00 Uhr - 23.30 Uhr

Ort: POLKA Bar

Konzert

BAR

Der Online-Ticketverkauf zu dieser Veranstaltung ist geschlossen.


„BAR ist Musik für eine rauchgeschwängerte Spelunke, morgens um vier, dunkel und melancholisch, zäh und tief, akzentuiert und träge. Mit Voodoo-Twang und Zombie-Charme hat die Band die Nacht auf der Bühne einer Rotlicht-Kneipe verbracht, um morgens mit einem Konterschnaps dem neuen und bitteren Tag entgegen zu trinken. Musik für Szenen der Einsamkeit in der tristen Öde grauer Metropolen oder in weiten, windzerzausten Wüsteneien. Dort, wo der Mensch stets unbehaust ist, verweigern BAR sich seit Jahrzehnten erfolgreich der Steigerungslogik popkultureller Aufmerksamkeitsökonomie. Hier gibt es kein zu viel, kein zu schnell, und auf keinen Fall unnötige Gefühle – BAR sind hier, um uns zu sagen, dass nichts jemals okay sein wird.“ (Ingo Leistner und Kristina Jung in ihrer Laudatio zum Reinhold-Schneider-Preis)
Nachdem im Mai 2018 der Longplayer „Keep smiling“ bei Rookie Records erschienen war, überraschte die Stadt Freiburg die Jungs von BAR mit der Nachricht, sie hätten den Reinhold-Schneider-Preis gewonnen. Der renommierte Kulturpreis der Stadt wird alle zwei Jahre abwechselnd in den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik vergeben. Eine Rock- oder Pop-Band war noch nie unter den Preisträgern – und jetzt BAR?
Warum verleiht die Stadt Freiburg einer Band wie BAR ihren Kulturpreis und ist das noch Rock 'n' Roll? Ja und Nein, denn BAR haben sich in ihrer Bandgeschichte (auch schon als Liquid Laughter Lounge Quartet) nie darum geschert, ob das jetzt Rock 'n' Roll ist, was sie machen, und in welche Schublade sie passen könnten. Sie haben die Musik gemacht, die sie machen wollten, ja machen mussten, die sich aus dem Innersten nach außen drängte. Und wahrscheinlich ist es diese Kompromisslosigkeit, dieses nonchanlante „Fuck You“ an Erwartungshaltungen und ökonomische Verwertbarkeit, die BAR nun den Preis eingebracht hat.
Und dann ein Engagement am Freiburger Theater – noch so ein Hort der Bürgerlichkeit! Auch hier schaffen es BAR, unbeirrt ihr Ding durchzuziehen. Die gestellte Aufgabe war: Bearbeitet die Songs von Velvet Undergrounds „Bananen-Platte“ und weitere Stücke von Lou Reed und spielt sie im Theaterstück „Factory“ unter der Mitwirkung von Schauspieler*innen. Unter der Regie des Regisseurs Stef Lernous war schon mal keine allzu bürgerliche Inszenierung zu erwarten. Im Gegenteil: Mit seiner Gruppe „Abattoir fermé“ ist der Belgier bekannt für Trash, Splatter und opulente Dramatik mit viel Blut, Farbe, Geschmiere und Glitzer.
Dem Spektakel begegnen BAR mit maximaler Coolness. Zwar erkennt man jedes Stück fast auf Anhieb, doch sind es ganz eigene Interpretationen im speziellen BAR-Modus: langsamer, reduzierter, düsterer, gehäutet bis auf die eigentliche Essenz der Songs.
Weil BAR-Gitarrist Oliver Meier sich das exzessive Zeitpensum, das so eine Theaterproduktion verlangt, beruflich und privat nicht aus den Rippen schneiden konnte, haben BAR den Karlsruher Gitarristen Nicolas Sturm verpflichtet – kein Unbekannter, spielt er doch schon seit Jahren mit BAR-Schlagzeuger Jeremy Dhôme bei „Nicolas Sturm & Das Klingen-Ensemble“. Aktuell stehen noch einige Vorstellungen im Frühjahr 2019 auf dem Theater-Programm, weitere sind geplant.